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  Gesundheitswesen

Listungsverfahren, insbesondere Zusammenarbeit mit VAH und RKI

Auf die Wirksamkeit von Desinfektionsmitteln zur medizinischen Hygiene muss man sich stets „blind“ verlassen können. Der Patient erkennt, wenn das Schmerzmittel wirkt – beim Desinfektionsmittel sieht man das nicht. Das Robert-Koch Institut ist verantwortlich, Verfahren zur Anwendung im Seuchenfall auf ihre Wirksamkeit und Anwendbarkeit zu prüfen und im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes vorzuschreiben.

Desinfektionsmittel für die routinemäßige und vorbeugende Anwendung werden im Rahmen des Verbunds für angewandte Hygiene (VAH) von wissenschaftlichen Institutionen in der Desinfektionsmittelliste des VAH gelistet. Dies bedeutet, dass die normgerechten Wirksamkeitsprüfungen von dritten Instituten geprüft werden. Dem liegen in Ringtesten validierte, allgemein akzeptierte Testmethoden zugrunde.

Mit dem VAH besteht eine enge Zusammenarbeit, um solche Listungsverfahren zu optimieren und so ein hohes Niveau an Sicherheit für An-wender und Patienten zu erzielen. Auch an der Erarbeitung der zugrunde liegenden Prüf-norm im DIN (Deutsches Institut für Normung) und CEN (Europäische Normung) arbeitet der IHO mit.

Da es für die Wirksamkeit gegen Viren derzeit noch keine validierten Prüfmethoden gibt, wie sie als Grundlage für ein Listungsverfahren benötigt würden, am Markt jedoch einen Bedarf an einer Zusammenstellung der gegen Viren wirksamen Desinfektionsmittel besteht, hat der IHO Anfang 2008 die IHO-Viruzidieliste veröffentlicht.

Sie basiert auf Eintragungen, die die Hersteller ganz in eigener Verantwortung vornehmen und die nicht durch dritte Institute überprüft werden. Die Qualitätssicherung besteht in der vertraglich vereinbarten, jederzeitigen Offenlegung der Prüfergebnisse zum Zwecke der Kontrolle.