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  Metallindustrie und Technische Reinigung

Borsäure - Einsatz trotz Einstufung

Die EU hat vorgeschlagen und inzwischen auch beschlossen, Borsäure in Zukunft als fortpflanzungsgefährdend Kat. 2 einstufen zu lassen. Wohlgemerkt, die Gefahreigenschaften des Stoffes und die bekannten Daten haben sich nicht geändert, es werden nun lediglich formelle Vorschriften auf einen Stoff ohne Rücksicht auf die Anwendungen angewendet, für den sie nicht adäquat sind.

Nach jahrelangem Vortrag der Fakten durch wissenschaftliche Institutionen, beteiligte Verbände und die Toxikologen der Herstellerfirmen hat sich die EU lediglich bereit gefunden, dieser Tatsache mit einer höheren Berücksichtigungsgrenze teilweise abzuhelfen.

Die Argumente des IHO, dass Borsäure z.B. in Kühlschmierstoffen und anderen technischen Reinigungslösungen unverzichtbar ist, um die Stabilität und damit Wiederverwendbarkeit dieser Lösungen sicherzustellen, wurden zwar gehört und akzeptiert, haben jedoch nicht zu einem Einlenken oder zu einer Ausnahmeregelung geführt. Die Mitgliedsfirmen des IHO unterstützen ihre Kunden und Anwender bei der Umsetzung der formell erforderlichen Maßnahmen und suchen gemeinsam nach Alternativlösungen, wo diese machbar sind.

Ab dem 1. Dezember 2010 muss die entsprechende Kennzeichnung von Produkten mit Boraten und Perboraten über dem Grenzwert umgesetzt werden. Bis zu diesem Datum müssen auch alle Lagerbestände neu gekennzeichnet sein.

Sobald Rohstoffe mit Sicherheitsdatenblättern mit neuer Kennzeichnung erhalten werden, sollte die Kennzeichnung der Produkte innerhalb von sechs Monaten umgestellt werden.