...loading!
  IHO - Der Verband

Stellungnahme


Reinigungs- und Desinfektionsmittel sind keine Quellen für Mikroplastik

UBA-Studie fehlerhaft und unseriös

Stellungnahme des IHO bzgl. der Veröffentlichung des ‚nova-Gutachtens zu Quellen von Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland' durch das Umweltbundesamt

Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein Gutachten unter dem Titel „Quellen für Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland“ veröffentlicht.

In dieser Studie wurden die Quellen für den Eintrag von Mikroplastikteilchen in die maritime Umwelt durch den Einsatz von Mikroplastikteilchen als Formulierungsbestandteile in Handelsprodukten untersucht.

Hierbei wurde auch die Situation der gewerblichen Reinigungs- und Desinfektionsmittel betrachtet. Die Autoren haben Telefoninterviews, u.a. mit dem IHO durchgeführt. Die Wiedergabe dieser Ergebnisse kann aus Sicht des IHO nur als fehlerhaft und unseriös beschrieben werden.

In wasserbasierten Fußbodenpflegemitteln werden nicht Partikel aus Polyethylenwachsen eingesetzt, sondern diese Produkte enthalten Emulsionen von Acrylat mit einer kleinen Beimengung von Druckemulsionen aus Polyethylenwachsen. Emulgierte Wachse dienen der Rutschhemmung und dem Gleitverhalten der angewendeten Pflegemittel. Diese Polyethylendruckemulsionen enthalten nach dem führenden deutschen Hersteller keine Mikropartikel.

Dieser Darstellung wird ein Fachartikel über Polyethylenwachse aus der Kosmetik entgegengehalten und fälschlicherweise als wissenschaftliche Untersuchung bezeichnet.

Aus der vom IHO kalkulierten Menge von 10 Tonnen emulgierten Ethylenwachs werden dann in der zusammenfassenden Betrachtung des UBA unter 100 Tonnen Mikropartikel.

Die in der Studie genannten eigenen Recherchen zur Anwendung der Fußbodenpflegemittel basieren ebenso wie die Darstellung der Verwendung auf IHO-Angaben. Es wird nur ergänzt, dass unklar ist, wie diese Partikel (die bereits lange nicht mehr in diesem Zustand vorliegen) aus dem Abwasser gefiltert werden können, oder nicht.

Dem widerspricht die Aussage der Hersteller, die im Sicherheitsdatenblatt bestätigen, dass die Druckemulsionen eliminierbar sind. Ebenso stehen dem Untersuchungen einer IHO-Mitgliedsfirma entgegen, die nach der Ablösung der Pflegefilme mit einem Grundreiniger erhaltene Lösung im Zahn-Wellens-Test versucht hat und gleichsam eine Eliminierbarkeit in diesem Test feststellen konnte.

Deshalb bleibt der IHO bei seiner Stellungnahme, dass Reinigungs- und Desinfektionsmittel keine Quellen für primäre Mikroplastik darstellen.

Die chemische Behandlung der ursprünglichen Polyethylenwachse zu Druckemulsionen, deren Beifügung als Nebenbestandteile in Pflegemitteln, die Anwendung dieser Pflegemittel auf Fußböden und Antrocknung in Form einer Polymermatrix – ähnlich von Dispersionsfarben und die anschließende Ablösung mit Grundreinigern mit Zuhilfenahme von mechanischer Methoden – führt dazu, dass die der Kläranlage zugeführten Abwässer in keinster Weise mit den ursprünglichen Polyethylenwachsen als Granulat in Verbindung gebracht werden können.

gez. Dr. H. Faubel

Das Umweltbundesamt (UBA) hat ein Gutachten unter dem Titel „Quellen für Mikroplastik mit Relevanz für den Meeresschutz in Deutschland“ veröffentlicht.

In dieser Studie wurden die Quellen für den Eintrag von Mikroplastikteilchen in die maritime Umwelt durch den Einsatz von Mikroplastikteilchen als Formulierungsbestandteile in Handelsprodukten untersucht.

Hierbei wurde auch die Situation der gewerblichen Reinigungs- und Desinfektionsmittel betrachtet. Die Autoren haben Telefoninterviews, u.a. mit dem IHO durchgeführt. Die Wiedergabe dieser Ergebnisse kann aus Sicht des IHO nur als fehlerhaft und unseriös beschrieben werden.

In wasserbasierten Fußbodenpflegemitteln werden nicht Partikel aus Polyethylenwachsen eingesetzt, sondern diese Produkte enthalten Emulsionen von Acrylat mit einer kleinen Beimengung von Druckemulsionen aus Polyethylenwachsen. Emulgierte Wachse dienen der Rutschhemmung und dem Gleitverhalten der angewendeten Pflegemittel. Diese Polyethylendruckemulsionen enthalten nach dem führenden deutschen Hersteller keine Mikropartikel.

Dieser Darstellung wird ein Fachartikel über Polyethylenwachse aus der Kosmetik entgegengehalten und fälschlicherweise als wissenschaftliche Untersuchung bezeichnet.

Aus der vom IHO kalkulierten Menge von 10 Tonnen emulgierten Ethylenwachs werden dann in der zusammenfassenden Betrachtung des UBA unter 100 Tonnen Mikropartikel.

Die in der Studie genannten eigenen Recherchen zur Anwendung der Fußbodenpflegemittel basieren ebenso wie die Darstellung der Verwendung auf IHO-Angaben. Es wird nur ergänzt, dass unklar ist, wie diese Partikel (die schon lange nicht mehr in diesem Zustand vorliegen) aus dem Abwasser gefiltert werden können, oder nicht.

Dem widerspricht die Aussage der Hersteller, die im Sicherheitsdatenblatt bestätigen, dass die Druckemulsionen eliminierbar sind. Ebenso stehen dem Sachverhalt Untersuchungen einer IHO-Mitgliedsfirma entgegen, die nach der Ablösung der Pflegefilme mit einem Grundreiniger erhaltene Lösung im Zahn-Wellens-Test versucht hat und gleichsam eine Eliminierbarkeit in diesem Test feststellen konnte.

Deshalb bleibt der IHO bei seiner Stellungnahme, dass Reinigungs- und Desinfektionsmittel keine Quellen für primäre Mikroplastik darstellen.

Die chemische Behandlung der ursprünglichen Polyethylenwachse zu Druckemulsionen, deren Beifügung als Nebenbestandteile in Pflegemitteln, die Anwendung dieser Pflegemittel auf Fußböden und Antrocknung in Form einer Polymermatrix – ähnlich von Dispersionsfarben und die anschließende Ablösung mit Grundreinigern mit Zuhilfenahme von mechanischer Methoden – führt dazu, dass die der Kläranlage zugeführten Abwässer in keinster Weise mit den ursprünglichen Polyethylenwachsen als Granulat in Verbindung gebracht werden können.