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  IHO - Der Verband

Information


CLP-Umsetzung: Auswirkung auf Restbestände von Produkten

2015-07-09 clp-kennzeichnung 

= alte Kennzeichnung (DPD)

 

= neue Kennzeichnung (CLP)

 

In der Europäischen Union wurde das Globally Harmonized System (GHS) mit der CLP Verordnung 1272/2008 (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) zur Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von chemischen Stoffen und Gemischen umgesetzt.

Bereits in Verkehr bzw. in den Handel gebrachte Produkte mit alter DPD-Kennzeichnung müssen jedoch gemäß CLP nicht umetikettiert werden und können mit einer Übergangsfrist von zwei Jahren auch ohne CLP-Kennzeichnung – also ohne Neueinstufung und neuer Kennzeichnung – bis 1. Juni 2017 über den Handel vertrieben werden.

Diese Übergangsfrist regelt explizit nur den Vertrieb von Produkten über den Handel und stellt danach ein Vertriebsverbot dar. Dies bedeutet kein Verbot für die Anwendung. Auf dem Lager befindliche Produkte bei Herstellern, Verwendern oder Kunden dürfen intern aufgebraucht werden, unabhängig von diesem Termin, d.h., auch später, aber nicht mehr weiter verkauft werden.

Bis zu diesem Zeitpunkt sind daher auch noch die Sicherheitsdatenblätter mit der alten DPD-Kennzeichnung zur Verfügung zu stellen und gültig.

In jedem Fall werden während der Übergangszeit in Abschnitt 2.1 des Sicherheitsda-tenblattes (Einstufung) die Informationen zur Einstufung gemäß Verordnung 1272/2008 (CLP) als auch 1999/45/EU enthalten sein. In Abschnitt 2.2 (Kennzeichnung) werden jedoch nur noch die Kennzeichnungselemente nach CLP aufgeführt.

Im Zuge der Umsetzung des GHS-Systems werden alle Gemische weltweit (sofern implementiert) über alle Hersteller hinweg neu eingestuft und entsprechend gekennzeichnet. Nicht nur die Zahl der Gefahrenpiktogramme und der Gefährdungsklassen und -kategorien hat sich signifikant erhöht, sondern auch die Einstufungskriterien sind deutlich strenger geworden.

Bei vielen bestehenden Produkten wird sich die Einstufung und Kennzeichnung ändern, die chemische Formulierung sowie die technischen Spezifikationen und damit die Eigenschaften bleiben jedoch unverändert.
Zurzeit befinden sich alt (gemäß DPD) sowie neu gekennzeichnete Produkte auf dem Markt. Hier ist anzumerken, dass in Abhängigkeit von den eingesetzten IT-Systemen nach der Aktivierung der CLP-konformen Sicherheitsdatenblätter die DPD Sicherheitsdatenblätter nur noch auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden können.

Die CLP-Verordnung wird auch Auswirkungen auf die Handhabung unserer Produkte durch Sie und Ihre Mitarbeiter haben. Alle Produkte, die als Gefahrstoff gekennzeichnet sind, bedürfen einer umfassenden Gefahrstoffschulung der Mitarbeiter. Zudem ist eine persönliche Schutzausrüstung (Schutzbrille, Handschuhe, etc.) für die Mitarbeiter durch den Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen (siehe Abschnitt 8 im Sicherheitsdatenblatt).

Die Umsetzung der CLP Verordnung führt dazu, dass Sie Ihre Unternehmerpflichten gemäß Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) überprüfen und ggf. Maßnahmen zur Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit anpassen müssen.