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  IHO - Der Verband

Kundeninformation


Information zu der Gefahrenklasse „Korrosiv gegenüber Metallen“ und Piktogramm GHS05

Gemkorrosiväß der europäischen CLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 wurde eine neue Gefahrstoffklasse „Korrosiv gegenüber Metallen“ eingeführt. Ziel ist die Angleichung der Unterschiede zwischen Transportrecht und Umgangsrecht. Mit H290 eingestufte Produkte sind deshalb immer gleichzeitig als Gefahrgutklasse 8 klassifiziert. Diese physikalisch-chemische Eigenschaft wurde im alten Einstufungssystem (67/548/EWG und 1999/45/EG) nicht berücksichtigt, sondern lediglich die Gefahrenklasse „hautätzend“.

Die beiden Gefahrenklassen sind in einem gewissen Sinne verwandt, daher wird ihnen gemäß CLP-Verordnung bei der Kennzeichnung dasselbe Piktogramm (GHS05) zugeordnet, jedoch lediglich mit dem Signalwort Achtung.

Ein hautätzender Stoff oder ein hautätzendes Gemisch ist oft – aber nicht immer – auch metallkorrosiv. Einerseits ist ein extremer pH- Wert kein Einstufungskriterium für Gefahrgutklassifizierungen und führt daher nicht zu einer Gefahrguteinstufung. So kann also ein Produkt aufgrund des extremen pH-Wertes mit H314 eingestuft sein, ist aber kein Gefahrgut Klasse 8. Eine Einstufung mit H290 ist aus Plausibilitätsgründen nicht erforderlich. Andererseits ist es möglich, dass eine Chemikalie als korrosiv für Metalle klassiert wird, ohne hautätzend zu sein.

Eine Kennzeichnung mit zusätzlichen Sicherheitshinweisen (P-Sätzen) ist nicht erforderlich.

Berücksichtigung bezüglich ihrer korrosiven Eigenschaften finden laut CLP-Verordnung nur Stoffe, die für die im Transportrecht  relevanten Stahl und Aluminium-Qualitäten angreifen, da diese Metalle am häufigsten beim Transport mit Chemikalien in Kontakt kommen können.

Den Ursprung hat diese Gefahrstoffklasse aus der Regelung für den Transport von gefährlichen Gütern (Transport of Dangerous Goods, TDG) und wird mit Tests bestimmt, die im Rahmen der Transport-Regelungen verwendet werden. Ziel war die Minimierung von Schäden an Transportfahrzeugen im Fall von Unfällen oder Beschädigungen. Deshalb ist die Einstufung für die konzentrierten Produkte gültig, allerdings nicht übertragbar auf hochverdünnten Anwendungslösungen. Die Gefahr von Materialschäden ist bei der bestimmungsgemäßen Verwendung der Produkte, insbesondere beim Einsatz der Anwendungslösungen deshalb nicht gegeben.

gez. Dr. H. Faubel

pdf iconInformation zu der Gefahrenklasse „Korrosiv gegenüber Metallen“

 


Information on hazard class H290 „May be corrosive to metals“

korrosivA new hazard class „May be corrosive to metals“ was introduced under the European CLP Regulation (EC) No 1272/2008. The goal is an approximation of the differences between the legislations on transport and handling, respectively.

For this reason, products classified with H290 are invariably also classified as dangerous goods class 8. This physico-chemical property was not taken into account in the old classification system (67/548/EEC and 1999/45/EC); there was only the hazard class „ skin corrosive“.

These two hazard classes are related in a certain way, because they are allocated the same pictogram (GHS05) in labelling according to the CLP Regulation – however, only with the signal word „Warning“. Quite often but not always, a skin corrosive substance or a skin corrosive mixture is also corrosive to metals. On the one hand, an extreme pH value is no classification criterion for classifications of dangerous goods, so that it does not lead to a dangerous goods classifi­cation [in transport]. Thus, because of the extreme pH value a product can be classified with H314 without being dangerous goods class 8. Classification with H290 is not needed for reasons of plausibility. On the other hand, it is possible that a chemical is classified as corrosive to metals without being corrosive to skin.

Labelling with additional safety information (P phrases) is not required.

According to the CLP Regulation, regarding their corrosive properties only those substances are given consideration that attack qualities of steel and aluminium relevant in transport legis­lation, because these metals can most frequently have contact in the transport of chemicals.

This hazard class originates from the rules on the transport of dangerous goods (TDG); it is determined with tests that are used within the transport rules. The goal was to minimise the damage to transport vehicles in the event of accidents or other forms of damage. Therefore, the classification applies for the concentrated products, but it cannot be transferred to highly diluted application solutions. Consequently, there is no risk of material damage in the intended use of the products and, in particular, in the use of the application solutions.

signed Dr. H. Faubel

pdf iconinformation on hazard class H290 „may be corrosive to metals“