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  IHO - Der Verband

Hygienerisiko beim Umgang mit Lebensmitteln steigt

Die Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln für die Lebensmittelerzeugung und -verarbeitung zeigen sich besorgt über aktuelle Entwicklungen im Markt bei der Produktion und Verpackung von Lebensmitteln.

Rainer Peter, Vorsitzender für die Branche Lebensmittelerzeugung und –verarbeitung im IHO – Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle Anwendung e.V. - erläuterte die Gründe anlässlich der Herbstsitzung in Frankfurt/M. „Wir beobachten beim Kunden, dass die Qualifizierung der Mitarbeiter im Hinblick auf Reinigung und Desinfektion
- sprich Hygiene - einerseits abnimmt und andererseits gleichzeitig Mitarbeiter aus Kostengründen in diesen Bereichen abgebaut werden“. Damit steige der Druck auf die Lieferanten der Lebensmittelproduzenten, gerade auch auf die Hersteller von Desinfektionsmitteln, diese unbefriedigende Situation durch erhöhten, eigenen Service in Form von Verfahrensoptimierung, Schulung und Beratung auszugleichen, so Peter weiter. „Schon jetzt bestehen hohe Anforderungen an neue Abrechnungssysteme beim Kunden, bei gleichzeitigen Forderungen nach Preissenkungen. Die Lieferanten können nicht noch mehr Forderungen erfüllen, führt der Vorsitzende in seinem Bericht aus. „Der richtige Umgang bei der Lebensmittelherstellung und die ständige Kontrolle vor Ort, und zwar von ausreichendem und gerade mit gut geschultem Personal durchgeführt, ist von größter Bedeutung für die Hygienesicherheit. Die Verantwortung muss bei den Lebensmittelproduzenten bleiben, das kann die Industrie nicht zusätzlich schultern“, bekräftigt Peter.

Und einen weiteren Grund gäbe es für nicht mehr zumutbare Belastungen, berichtete Peter: Für die Hersteller von Reinigungs- und Desinfektionsmitteln haben sich die Rohstoffpreise nach jahrelangem Anstieg nun auf hohem Niveau stabilisiert, während sich der Umsatz bei gleichen Mengen durch neue Abrechnungsverfahren reduziert hat. Zeitgleich nimmt der Aufwand bei den Herstellern durch erhöhte regulatorische Aufwendungen durch neue gesetzliche und teilweise extrem bürokratische Vorschriften dramatisch zu. Der auf EU-Ebene angekündigte Bürokratieabbau sei in diesen Bereichen nicht zu sehen, bedauerte der Vorsitzende, die Entwicklung gehe genau ins Gegenteil. Dies führe dazu, dass mehr Personal und mehr Fachleute eingesetzt werden müssten, um die gesetzlichen Pflichten zu erfüllen. Dabei bleiben jedoch die Innovationen auf der Strecke, die aufgrund dieser Situation nicht mehr realisierbar seien. Deshalb könne der von den Kunden gewünschte erhöhte Service unter diesen Rahmenbedingungen nicht geleistet werden, schließt Peter seine Ausführungen.