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  IHO - Der Verband

Information


Aktualisierung von Sicherheitsdatenblättern

Basis für einen sinnvollen Arbeitsschutz ist die gesetzliche vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung durch den Arbeitgeber. Sie hat arbeitsplatzspezifisch unter Berücksichtigung der Tätigkeiten des Arbeitnehmers zu erfolgen. Hierzu zählen Art und Dauer der Anwendung und Umgang mit Hilfsmitteln und Produkten. Die hierzu erforderlichen Informationen bezüglich Reinigungs- und Desinfektionsmitteln liefern die aktuellen Sicherheitsdatenblätter der Hersteller.

Die Erfordernisse an Sicherheitsdatenblätter, d.h., Struktur, erforderliche Angaben, Liefer- und Aktualisierungsverpflichtungen werden in der REACH-Verordnung, insbesondere dem Anhang II, geregelt.

Demnach ist die Lieferung eines Sicherheitsdatenblattes verpflichtend für Gemische und Zubereitungen, die als gefährlich eingestuft sind, entsprechend den Kriterien der CLP-Verordnung oder der Zubereitungsrichtlinie.

Nach REACH aktualisieren die Lieferanten das Sicherheitsdatenblatt unverzüglich,
• wenn neue Informationen bekannt werden, die Einfluss auf das Risikomanagement haben,
• wenn neue Informationen über Gefährdungen bekannt werden (das war bisher schon so), oder
• wenn über eine Zulassung oder Beschränkung entschieden wurde.

Gemeint sind also eindeutig nur sicherheitsrelevante Informationen und keine, die sich aus EDV-technischen oder formalen Änderungen ergeben.

Solchermaßen aktualisiert werden die Informationen nicht nur bei Neu- oder Erstlieferung ausgegeben, sondern auch allen früheren Abnehmern zur Verfügung gestellt, die den Stoff oder die Zubereitung in den vergangenen zwölf Monaten bezogen haben.

Der Hersteller ist verpflichtet, das Sicherheitsdatenblatt „regelmäßig" zu aktualisieren, das heißt, zu überprüfen und gegebenenfalls auch den Kunden zur Verfügung zu stellen.

Das bedeutet also: Neue sicherheitsrelevante Informationen fließen immer unverzüglich in die Sicherheitsdatenblätter ein. Dieses derart geänderte SDB muss allen Kunden zugänglich gemacht werden, die das Produkt innerhalb der letzten zwölf Monate vor der Änderung bezogen hatten.

Selbstverständlich muss bei Erstbelieferung dem Kunden immer die jeweils aktuelle Version des Sicherheitsdatenblattes zur Verfügung gestellt werden.

Ein ggf. auch länger zurückliegendes Erstellungsdatum bedeutet nicht, dass das Sicherheitsdatenblatt nicht aktuell ist: Es gibt häufig Fälle, in denen sich über viele Jahre keine neuen sicherheitsrelevanten Erkenntnisse ergeben haben, z.B. weil der Stoff bereits gut untersucht ist.

Wenn seit mehr als zwölf Monaten keine Lieferung bezogen wurde, hat der Abnehmer keinen Rechtsanspruch mehr auf automatische Aktualisierungen. In der Praxis der IHO-Mitgliedsfirmen erhält der Kunde aber auf eine berechtigte Anfrage immer alle relevanten neuen Informationen. Eine routinemäßige Neuversendung ist deshalb nicht notwendig und wird auch nicht vom Gesetz gefordert.